Wie ich dich wahrnehme und wie ich mit dir arbeite -

BewusstSeinsarbeit mit neurodivergenten Erwachsenen

Wie ich Dich sehe und wahrnehme - Bewusstseinsarbeit mit Neurodivergenten - Praxis Martina Wilke

Es entsteht eine Verbindung ✨

Seit vielen Jahren versuche ich, Worte für etwas zu finden, das sich eigentlich kaum in Worte fassen lässt.

Für die Art, wie ich Menschen wahrnehme.

Für die Art, wie ich mit Menschen arbeite.

Und jedes Mal merke ich wieder, dass Worte immer nur einen kleinen Teil von dem beschreiben können, was tatsächlich geschieht.

Vor meinem inneren Auge entsteht ein Bild


Wenn ich mich mit einem Menschen verbinde und die Augen geöffnet oder auch geschlossen habe, entsteht vor meinem inneren Auge ein Bild.

Manchmal ganz klar und deutlich.

Manchmal zunächst nur schemenhaft.

Und manchmal reicht dafür einfach nur das Wissen, dass es diesen Menschen irgendwo gibt.


Ich muss den Menschen nicht sehen


Vielleicht kenne ich nur seinen Namen.

Vielleicht nur ein paar wenige Details.

Ich muss diesen Menschen nicht unbedingt vor mir sitzen haben.

Ich muss noch nicht einmal direkt mit ihm sprechen.

Er kann ganz woanders sein.

Und trotzdem entsteht vor meinem inneren Auge ein Bild.


Es zeigt sich mehr als nur der Mensch 🌿


Es entsteht ein Bild von diesem Menschen.

Von seinem Leben.

Von seinem Umfeld.

Es ist, als würde sich nach und nach eine ganze Welt öffnen.

Nicht nur der Mensch selbst wird sichtbar.

Sondern auch das, was ihn umgibt.

Seine Beziehungen.

Seine Erfahrungen.

Seine Geschichte.


Alles ist gleichzeitig da


Es ist so, als würden sich mehrere Ebenen gleichzeitig öffnen.

Zeit und Raum spielen in diesem Moment kaum noch eine Rolle.

Alles ist gleichzeitig da.


Die Verbindungen werden sichtbar


Ich sehe die einzelnen Lebenssituationen.

Ich sehe die verschiedenen Lebensbereiche.

Ich sehe die Verbindungen dazwischen.

Unsichtbare Verbindungen.

Verknüpfungen.

Manchmal auch Verwicklungen.

Oft erkenne ich Zusammenhänge, die auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben.

Und doch gehören sie zusammen.

Wie einzelne Puzzleteile, die plötzlich ein großes Ganzes ergeben.


Was sich zeigen möchte


Ich sehe, wo etwas blockiert ist.

Ich sehe, wo Verletzungen entstanden sind.

Ich sehe, welche Rolle Menschen im Leben eines anderen spielen und was das mit ihm macht.

Ich sehe seine Geisteshaltung.

Ich sehe seinen Schmerz.

Ich sehe seine Emotionen.


Gefühle werden sichtbar ❤️


Es ist manchmal so, als würde dieser Mensch sich zeigen.

Als würden seine Gefühle sichtbar werden.

Als würde der Körper sprechen und all das ausdrücken, wofür es oft keine Worte gibt.

Ich nehme wahr, was vielleicht schon sehr lange da ist.

Was gesehen werden möchte.

Was verstanden werden möchte.

Und manchmal genügt genau dieses Gesehenwerden, damit sich etwas verändern kann.


Potenzial erkennen ✨


Ich sehe die Energien, die wirken.

Ich sehe die Qual.

Ich sehe die Freude.

Ich sehe das Strahlen.

Und ich sehe das Potenzial.

Ich sehe das, was in diesem Menschen steckt.



Das, was vielleicht schon lange da ist und noch nicht gelebt werden kann.

Nicht als etwas, das erst entstehen muss.

Sondern als etwas, das bereits vorhanden ist.

Vielleicht verschüttet.

Vielleicht vergessen.

Vielleicht lange Zeit übersehen.

Und manchmal reicht ein kleiner Impuls, damit ein Mensch beginnt, sich selbst wieder zu erkennen.



Ich gebe keine fertigen Antworten


Ich sehe dabei nicht jedes Detail.

Ich kann dir nicht sagen, welchen Weg du gehen sollst.

Ich kann dir auch nicht sagen, welche Entscheidung richtig oder falsch ist.

Es ist eher eine Ahnung.

Ein Gefühl.

Ein Wissen, dass etwas möglich ist.

Dass sich ein Weg zeigen möchte.

Wie dieser Weg aussieht, finden wir gemeinsam heraus.


Ich kann vor allem das sehen, was jetzt gerade da ist.

Und ich kann einen Impuls geben.

Mehr nicht.

Denn letztendlich bist du der Mensch, der dein Leben lebt.

Du triffst deine Entscheidungen.

Du gehst deinen Weg.

Ich begleite dich ein Stück.

Ich öffne einen Raum.

Einen Raum, in dem sichtbar werden darf, was vielleicht lange verborgen war.


Mit meinem Bewusstsein durch dein Leben 🌌


Es ist, als würde ich mit meinem Bewusstsein durch dein Leben reisen.

Manchmal versuche ich das mit Bildern zu beschreiben.

Weil Bilder dem oft näher kommen als Worte.

Es ist so, als würde ich mit meinem Bewusstsein durch dein Leben reisen.

Wie eine Besucherin.

Wie eine Beobachterin.

Nicht wertend.

Nicht eingreifend.

Sondern aufmerksam.

Präsent.

Mit einer tiefen Achtung vor dem, was ich wahrnehmen darf.


Vergangenheit, Gegenwart und Möglichkeiten


Ich bewege mich durch deinen Zeitstrahl.

Ich schaue mir an, was sich zeigt.

Nicht nur das, was gerade da ist.

Sondern auch die Verbindungen zwischen den einzelnen Situationen.

Vergangenheit.

Gegenwart.


Und manchmal zeigt sich auch etwas von dem, was werden möchte.

Nicht als festgeschriebene Zukunft.

Sondern als Möglichkeit.

Als Richtung.

Als Tendenz.


Für mich fühlt es sich nicht so an, als würde ich in die Zukunft schauen.

Es ist eher, als würde ich wahrnehmen, welche Möglichkeiten bereits angelegt sind.

Welche Wege sich öffnen können.

Und welche sich vielleicht gerade schließen.


Ein großes Ganzes 🧩


Ich sehe die Familie.

Ich sehe Beziehungen.

Ich sehe den Beruf.

Ich sehe Menschen, die wichtig waren oder heute noch wichtig sind.

Ich sehe, wie alles miteinander verbunden ist.

Nichts steht für sich allein.

Alles wirkt aufeinander.

Manchmal über Generationen hinweg.

Manchmal über Ereignisse, die längst vergangen scheinen.

Und doch sind sie noch immer spürbar.


Alles ist miteinander verbunden


Es ist manchmal, als würde sich eine große Welt öffnen.

Wie ein Hologramm.

Oder wie ein Rundkino.

Überall laufen gleichzeitig Szenen ab.

Nicht nacheinander.

Sondern nebeneinander.

Alles gehört zusammen.

Alles beeinflusst sich gegenseitig.


Und genau deshalb suche ich nicht nach einzelnen Symptomen.

Ich schaue immer auf das Ganze.

Auf den Menschen.

Auf sein Leben.

Auf seine Beziehungen.

Auf das, was sichtbar ist.

Und auf das, was sich erst nach und nach zeigen möchte.


Es gibt keine Schubladen


Vielleicht ist das einer der größten Unterschiede meiner Arbeit.

Ich versuche nicht, Menschen in Konzepte oder Diagnosen einzuordnen.

Diagnosen können hilfreich sein.

Sie können Orientierung geben.

Aber sie beschreiben niemals den ganzen Menschen.


Jeder Mensch ist einzigartig.

Jede Geschichte ist einzigartig.

Und jede Begegnung ist einzigartig.

Deshalb arbeite ich auch nicht nach einem festen Schema.

Sondern mit dem, was sich in diesem Moment zeigt.

Mit dem, was gerade wichtig ist.

Mit dem, was gesehen werden möchte.



Worte reichen oft nicht aus


Ich sehe den Menschen, der gerade vor mir sitzt.

Und gleichzeitig sehe ich ihn als Kind.

Ich sehe ihn in unterschiedlichen Lebenssituationen.

Ich sehe Begegnungen.

Entscheidungen.

Verletzungen.

Ressourcen.


Manchmal sehe ich etwas, das viele Jahre zurückliegt.

Manchmal zeigt sich etwas, das gerade erst beginnt.

Und manchmal ist es einfach nur ein Gefühl.

Ein inneres Wissen.

Ein Bild.


Oder ein Satz, der plötzlich auftaucht.

Ich weiß vorher nie, was sich zeigen wird.

Und genau deshalb gehe ich ohne Erwartungen in jede Begegnung.

Ohne fertigen Plan.

Ohne Konzept.

Ich höre zu.

Ich nehme wahr.

Ich lasse entstehen.


Ich vertraue meiner Wahrnehmung 🌿


Früher habe ich vieles infrage gestellt.

Ich habe überlegt, ob das, was ich wahrnehme, überhaupt sein kann.

Ob ich mir etwas einbilde.

Ob ich mich täusche.

Heute weiß ich, dass genau diese Wahrnehmung ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist.

Nicht, weil sie unfehlbar wäre.

Sondern weil sie immer wieder Impulse schenkt, die Türen öffnen.


Nicht ich verändere einen Menschen.

Ich glaube auch nicht, dass ich jemanden heilen kann.

Aber ich kann einen Raum schaffen, in dem Veränderung möglich wird.

Einen Raum, in dem sich ein Mensch selbst begegnen kann.


Jeder Mensch ist anders ✨


Deshalb gleicht auch keine Sitzung der anderen.

Manche Menschen sprechen viel.

Andere sitzen lange schweigend da.

Manche brauchen Struktur.

Andere folgen einfach dem, was sich zeigt.

Manchmal arbeiten wir mit Worten.

Manchmal mit Bildern.

Manchmal mit Gefühlen.

Manchmal mit dem Körper.

Und manchmal passiert das Wichtigste genau in den Momenten, in denen scheinbar gar nichts passiert.


Es geht nicht darum, Antworten zu finden


Ich glaube nicht, dass es für alles eine Antwort gibt.

Und ich glaube auch nicht, dass jeder Schmerz sofort verschwinden muss.

Manches möchte einfach nur gesehen werden.

Manches möchte verstanden werden.

Manches möchte zum ersten Mal überhaupt einen Platz bekommen.

Oft beginnt genau dort Veränderung.

Ganz leise.

Fast unbemerkt.

Und doch nachhaltig.


Begegnung auf Augenhöhe 🤝


Für mich gibt es kein Oben und kein Unten.

Ich bin nicht diejenige, die über dein Leben entscheidet.

Ich weiß nicht mehr über dich als du selbst.

Du bist der Experte für dein Leben.

Ich bringe lediglich eine andere Perspektive mit.

Eine besondere Art der Wahrnehmung.

Und gemeinsam schauen wir auf das, was gerade gesehen werden möchte.

Nicht gegen dich.

Sondern mit dir.


So fühlt sich meine Arbeit an


Wenn Menschen mich fragen, wie ich arbeite, fällt es mir oft schwer, eine einfache Antwort zu geben.

Denn das, was geschieht, lässt sich kaum auf eine Methode reduzieren.

Es ist viel mehr eine Begegnung.

Ein gemeinsames Wahrnehmen.

Ein gemeinsames Erkennen.

Ein gemeinsames Sortieren.


Manchmal fühlt es sich an, als würden wir einzelne Fäden aufnehmen und langsam miteinander verweben.

Bis aus vielen kleinen Bildern nach und nach ein größeres entsteht.

Nicht ich erschaffe dieses Bild.

Es ist bereits da.

Ich helfe lediglich dabei, es sichtbar werden zu lassen.


So fühlt sich meine Wahrnehmung an 💜


Vielleicht ist das der treffendste Satz für all das, was ich hier versucht habe zu beschreiben.

So fühlt sich meine Wahrnehmung an.

Und genau deshalb fällt es mir bis heute schwer, sie mit Worten zu erklären.

Weil Worte immer kleiner sind als das, was ich in diesen Momenten wahrnehme.

Sie können nur annähernd beschreiben, was geschieht.


Den Rest kann man nicht lesen.

Den kann man nur erleben.

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