Tatsächlich bedeutet Hochbegabung und die damit oft einhergehende Hochsensibilität und Hochsensitivität soviel mehr als nur ein überdurchschnittlich hoher IQ.
Ich möchte einen hochbegabten Menschen nicht auf eine Zahl reduzieren, denn das würde der großen bunten Vielfalt der Hochbegabten nicht gerecht werden.
Es gibt Begabungen, die nicht messbar sind, und dennoch als Hochbegabung betrachtet werden können.
Wie Du bemerken wirst, nehme ich nicht immer eine klare Abgrenzung zwischen Hochbegabung, Hochsensibilität und Hochsensitivität, Autismus vor.
Neurodivergenz ist für mich der passende Oberbegriff
für die Menschen, die zu mir kommen. Es gibt zahlreiche Überschneidungen/Überlappungen/Komorbiditäten. Eine eindeutige Abgrenzung ist selbst in Testverfahren schwierig.
Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass es sich in allen Bereichen bei neurodivergenten Menschen um
Fähig-und Fertigkeiten, Talente, Eigenschaften und
Merkmale
handelt,
die überdurchschnittlich, abweichend, ungewöhnlich sind, im Vergleich zu allen anderen (neurotypischen) Menschen.
Verhaltens-und Denkmuster, die im Vergleich mit dem Durchschnitt der Menschen ungewöhnlich sind.
Häufig findet bei Erwachsenen erst dann eine Beschäftigung mit dem Thema Hochbegabung, Autismus, Neurodivergenz statt, wenn ein
Familienmitglied (Kind) getestet wird.
Oder aber wenn in einer Krise, in der wir uns
psychotherapeutische Unterstützung
holen, die
Hochbegabung/Neurodivergenz "zufällig" thematisiert
wird.
Auf diese Weise sind viele meiner Patient/innen und Klient/innen überhaupt erst mit diesem Thema in Kontakt gekommen und haben
endlich Erklärungen für viele ihrer Probleme und Antworten auf Ihre Fragen bekommen.
Immer wieder darf ich miterleben, welche
Erleichterung sich einstellt, wenn man endlich weiß,
"was es ist".
Viele hochbegabte / neurodivergente Menschen versuchen ihr Leben lang (oft unbewusst),
sich
zu
verstellen,
sich ihrem
Umfeld anzupassen
("masking")
und stoßen damit oft über kurz oder lang auf Schwierigkeiten.
Kein Wunder, denn viele haben erfahren müssen, dass andere Menschen mit Ihrer Besonderheit
nicht umgehen können,
diese
sogar häufig ablehnen.
Sie werden
zunehmend unglücklicher,
im schlimmsten Fall
psychisch und körperlich krank.
Mehr dazu bei
Psychische Störungen.
Es geht darum, dieses
Anders-Sein
mit
Selbstbewusstsein
zu leben und mit
diesem Sich-Selbst-Bewusstsein
Deine
wahre Bestimmung zu finden.
Zu wissen, dass man neurodivergent ist, bedeutet nicht automatisch, dass sich sofort alle Probleme lösen. Doch verspüren viele Menschen eine große Erleichterung, wenn Sie erfahren, dass sie
nicht "falsch" sind sondern eben anders
oder "außergewöhnlich normal", neurodivergent.
Und da Du mit Deinem Anders-Sein zu einer Minderheit gehören (ca 2-5% der Menschen sind hochintelligent/hochbegabt, ca 1-3% Autisten und ca 10-15% hochsensibel) ist es
kein Wunder, dass Du Dich oft fremd und unverstanden fühlst.
Wobei man diese Zahlen durchaus in Frage stellen sollte, wenn man bedenkt, wieviele Erwachsene nicht oder falsch diagnostiziert wurden.
Ich erlebe immer wieder, dass es gerade für
Frauen
manchmal fast
undenkbar
ist, hinter diesem
diffusen Gefühl
des Andersseins eine
Hochbegabung
zu vermuten.
Dazu muss man sagen, das Neurodivergenz (Autismus, Hochbegabung) sich oft anders darstellt/äußert bzw insbesondere Frauen schon sehr früh gelernt haben, sich anzupassen / zu maskieren und somit häufig
durchs "Raster" gefallen
sind.
Sie waren als Mädchen unauffälliger im Verhalten als Jungs. Daher gibt es heutzutage insbesondere bei den erwachsenen Frauen so eine
hohe Zahl
an
Spätdiagnostizierten.
Viele hochbegabte Menschen versuchen ihr Leben lang meist unbewusst, sich zu verstellen, sich ihrem Umfeld anzupassen und stoßen damit oft auf Schwierigkeiten.
Sie werden in manchen Fällen zunehmend unglücklich, im schlimmsten Fall psychisch und körperlich krank.
Sie sind nicht besser als andere Menschen, eben
nur anders. Es geht darum, diese
Andersartigkeit
mit Selbstbewusstsein zu leben und mit diesem
Sich-Selbst-Bewusstsein Ihre wahre Bestimmung zu finden.
Zu wissen, dass man hochbegabt / hochsensibel ist, bedeutet nicht automatisch, dass sich sofort alle Probleme lösen. Doch verspüren viele Menschen eine große Erleichterung, wenn Sie erfahren, dass sie nicht "falsch" sind sondern eben anders.
Rund um das Thema "Hochbegabung" ranken sich immer noch zahlreiche Mythen, Vorurteile, Unwissenheit und oft schlichtweg Falschinformationen.
Hochbegabte können
nicht nur intellektuelle Höchstleistungen
in verschieden Bereichen bringen (wobei die sog. "Underachiever"/ "Minderleister" oft Schwierigkeiten haben, Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten abzurufen).
Sie sind in der Regel auch auf emotionaler Ebene
überdurchschnittlich empfindsam
(hochsensibel und
Hochsensitiv (6.+7.Sinn).
Hochbegabung ist soviel mehr als nur überdurchschnittliche Intelligenz und ein hoher IQ.
Hochbegabung (häufig in Verbindung mit Hochsensibilität, Autismus)
bedeutet stark vereinfacht ausgedrückt:
Von allem mehr : Mehr denken, mehr fühlen, mehr wahrnehmen.
Eine kurzer Ausschnitt der Definition für Hochbegabung lt. Wikipedia lautet wie folgt:
"Hochbegabung ist eine weit über dem Durchschnitt liegende intellektuelle Begabung eines Menschen. Bei dem in der Psychologie am häufigsten verwendeten Modell ist dabei ein Intelligenzquotient (IQ) von 130 als Grenzwert das ausschlaggebende Kriterium. Hochbegabte sind selten, sie machen nur gut 2 % der Bevölkerung aus."
Tatsächlich bedeutet Hochbegabung und die damit oft einhergehende Hochsensibilität (die inzwischen von einigen Experten auch als eine Form der besonderen Begabung betrachtet wird), soviel mehr. Es würde den Rahmen meiner Seite sprengen, hier alles aufzuführen.
Glücklicherweise bekommen neurodivergente Menschen immer mehr Bedeutung, Anerkennung und Unterstützung und Neurodivergenz immer mehr Aufmerksamkeit.
Es gibt immer mehr Wissenschaftler*innen, Ärzt*innen, Therapeut*innen,
Autor*innen, Lehrer*innen, Eltern und viele andere, die sich damit befassen und das Wissen über Hochbegabung, Autismus, Hochsensibilität, Hochsensitivität in die Welt tragen und für Aufklärung sorgen.
Vereine (zB. die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind
DGhK) und andere Institutionen und mittlerweile auch social media bringen die Thematik in die Öffentlichkeit und tragen maßgeblich dazu bei, dass diese Menschen wahrgenommen und in Ihrer "außergewöhnlichen Normalität" akzeptiert werden.
Über
hochbegabte/neurodivergente Erwachsene,
und hier insbesondere über die
nicht erkannten
oder
spätentdeckten
und
spätgetesteten, ist aber immer noch zu wenig in der Gesellschaft bekannt.
Da es hier in meiner Praxis für Psychotherapie und Coaching um Dich, um Dein Leben, Deine
Zufriedenheit und Dein Wohlbefinden
geht, möchte ich ein weiteres Mal Wikipedia zitieren, denn ich finde, dass die Formulierung sehr zutreffend ist und meine Erfahrung bestätigt.
"Unabhängig davon, ob sie herausragende Leistungen erbringen, ist die Mehrzahl hochbegabter Erwachsener einigen Studien zufolge kreativer, verdient mehr Geld, ist körperlich gesünder und erreicht ein höheres Alter als die Allgemeinheit. Die Höhe des Intelligenzniveaus scheint daher positiv mit Lebenszufriedenheit und subjektivem Wohlbefinden zu korrelieren.
Andere Studien zeigen hingegen, dass es bei hochbegabten Erwachsenen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein leicht erhöhtes Risiko für bestimmte psychische und gesundheitliche Probleme gibt; dies sei insbesondere dann der Fall, wenn die Betreffenden auch hochsensibel seien.
Diese widersprüchlichen Befunde erklären einige Forscher damit, dass Hochbegabte zwar einerseits oft mehr Belastungen ausgesetzt seien, andererseits aber über ein erhöhtes Maß an Resilienz und mehr kreative Bewältigungsstrategien verfügten.
Manche Fachleute wenden zudem ein, dass viele Hochbegabte in ihrer Kindheit gar nicht als solche erkannt würden, insbesondere wenn sie stark belasteten oder sozial schwachen Familien entstammten oder Minderheiten angehörten. In den meisten Studien seien Kinder erfolgreicher Eltern, die den oberen Schichten angehören, deutlich überrepräsentiert.
Viele Erwachsene wissen nichts von ihrer Hochbegabung und haben oft keine Erklärung für ihre Besonderheiten. Manche versuchen vergeblich, sich der Norm anzupassen und werden, sofern sie Beratungen oder Therapien aufsuchen, missverstanden und erhalten Fehldiagnosen."